Nordsee-Segeln Die Nordsee: Eines der anspruchsvollsten Segelreviere der Welt!

13Jan/15Off

Starkwind

Fedderwardersiel bei Sturm

Fedderwardersiel bei Sturm

Die Nordsee fasziniert nicht nur durch Gezeiten, sondern auch durch regelmäßige Windlagen, die nicht alltäglich sind. So kann beispielsweise das Watt durch starke Winde aus ca. Süd-Ost "entwässert" werden, was im Extemfall dazu führt, dass der Wasserstand einen Meter und dem normalen Pegel steht.

Gerade für Fahrten durch das Wattenmeer kann dies schon zu großen Problemen führen, bishin zu der Tatsache, dass man ggf. auf einer Insel festsitzt und nicht mehr weg kommt.

Die andere Ausprägung sind dann starke Winde, die das Wasser hereindrücken. So kommt es bei den regelmäßigen Herbst- und Winterstürmen dazu, dass das Wasser über die Hafenbecken hinausgeht, wie z.B. auf dem Foto des Hafens von Fedderwardersiel zu sehen.

Fedderwardersiel bei Sturm

Fedderwardersiel bei Sturm

Der herrschende Wind war noch gar nicht mal so stark: Ca. 8 bft in Böen 10.

Aber wie man sieht reichte dieser Wind aus, um das Wasser über die Kaimauern treten zu lassen und auf diese Weise das "Hafenbecken zu vergrößern".

 

25Okt/12Off

Mit einem Hausboot durch Holland

Wie nennt man es nun jetzt? Holland oder Niederlande. Diese Frage stellt sich immer wieder bei einem Urlauber, der in dieses Land fährt. Hausbooturlaub ist natürlich für Holland sehr bekannt und beliebt. Ein Hausboot in Holland mieten ist eine Art und Weise, wie man seinen Urlaub in dem Land unter dem Meeresspiegel verbringen kann. Kanäle und Flüsse gibt es hier jedenfalls genügend.
Urlaub mit Hausboot in Niederlande

Ein Hausboot in Holland, so könnte man den Urlaub bei vielen Touristen in diesem Jahr wieder nennen. Genug zu sehen gibt es jedenfalls, auch wenn viele denken, die Niederlande sind nur Felder, Tulpen und Windräder. So ist es nicht. In den verschiedenen Teilen des Landes kann man viel sehen. Amsterdam zum Beispiel, die Hauptstadt des Landes ist mit seinem Hafen, den Kanälen und dem Stadtzentrum sehr sehenswert. Man kann sich vorstellen, hier mit einem Verkehrsmittel durch die Innenstadt zu fahren und das zu den Hauptverkehrszeiten. Also nimmt man lieber sein Hausboot, parkt es auf einem der Kanäle und erkundet die Stadt zu Fuß. Das Sexmuseum ist sehenswert, doch auch die Kunstausstellung von Van Gogh, einem berühmten niederländischen Künstler, der in die Geschichte einging. Die Straßen führen einen an vielen verschiedenen Clubs, Pubs und kleinen Geschäften vorbei. Auf der Hauptstraße und in der Nähe vom Rathaus kann man sehr gut Essen gehen. Es stehen auch kleine Buden auf den Straßen und Plätzen herum, die Donuts verkaufen.

Hausbooturlaub in Noord-Holland
Noord-Holland bietet ebenfalls seine schönen Seiten. Die Strände hier in der Nähe von Andrijk sind sehr ruhig und abgeschieden. Doch auch Städte wie Hoorn und Den Helder sind einen Ausflug wert. Hoorn liegt im Osten der Halbinsel direkt am Meer. In der schnuckeligen kleinen Altstadt gibt es sehr viele Geschäfte und Straßencafes. Die alten Häuser sind zum Teil aus Fachwerk gebaut. Kirchtürme ragen gen Himmel und auch die Bahn hat einen sehr guten Anschluss in andere Städte und aufs Land. Den Helder liegt im Norden der Halbinsel.

17Jan/12Off

Accumer Ee auf Abwegen

Accumer Ee auf dem Trockenen

Accumer Ee

Eigentlich erwartet man ja die Tonner Accumer Ee auf der Position 53°46,751' N / 007°24,335' E. Aber zeigte sie auch mal Einkaufswilligen die Ansteuerung auf den Edeka-Parkplatz in Carolinensiel, d.h. sie lag auf Position 53° 41,453' N / 007° 48,483' E.

Auf dem Tieflader bekam man einen Eindruck, wie groß denn so eine Ansteuerungstonne in Wirklichkeit ist.

Wie unter anderem der Blog Wattsegler berichtet, wurde Accumer Ee vertrieben. Am 16.01.2012 wurde sie wieder an der entsprechenden Position ausgebracht.

13Jan/12Off

Törnplanung und Versicherungen


Es steht mal wieder die Segel-Saison vor der Tür und dementsprechend wird der nächste Törn geplant.

Diesmal kam bei der Planung allerdings die Frage nach dem richtigen Versicherungspaket wieder hoch. Das man eine Skipperhaftpflich-Versicherung braucht war dabei schon einmal völlig unstrittig. Schließlich deckt diese ja alle potentiellen Schäden ab, die auf grobe Fahrlässigkeit zurück geführt werden könnten.

Auch eine Reise-Rücktrittsversicherung für Charter-Törns wurde angesprochen. Grad hier war jetzt wichtig, dass im Falle des Ausfalls des Skippers ja der gesamt Törn ins Wanken geraten würde. Also reicht da auch nicht die "handelsübliche" Reiserücktrittsversicherung, sondern es muss eine für Charter-Törns sein. Denn nur diese zahlt beim Ausfall des Skippers den kompletten Törn, bzw. stellt einen Ersatzskipper.

Dann kam aber die Frage nach der Charter-Kautions-Versicherung.... Auf den Törns vorher war diese nie zur Diskussion gestanden. Es wurde die Auffassung vertreten, wenn denn was am Boot sei, würden man einfach die Kaution durch die Anzahl der Teilnehmer teilen. Doch dieses Mal ist es anders... die Versicherung wurde gewünscht, um entspannter zu sein - und das wo bisher noch nie die Kaution hinfällig gewesen war...

Der Vergleich der Versicherungen war dann schon recht spannend. Es gibt doch tatsächlich Versicherungen die noch eine Selbstbeteiligung verlangen. Mit anderen Worten: Die Kaution beim Chartern ist ja auch so etwas wie eine Selbstbeteiligung. Und um diese abzusichern wird dann die Selbstbeteiligung für Selbstbeteiligungsversicherung fällig.... Naja... Sehr fragwürdig.

Auch interessant zu sehen war, dass es Versicherungen gibt, die eine solche Versicherung nur im Paket anbieten - und dieses dann recht teuer ist: Halt das üblich "Bundle-Problem".

Nach längerer Recherche wurde aber eine Versicherung ausgewählt und diese wird dann für dieses Jahr auch abgeschlossen....

 

27Okt/11Off

Wellen & Grundseen


Wellengang bei ruhiger See im Gatt

Wellengang bei ruhiger See im Gatt

Ein besonders berüchtigter Teil des deutschen Wattenmeeres ist der Teil der Nordsee, der sich zwischen den Ostfriesischen Inseln "hindurch drängt". Die Rede ist von den sogenannten Seegatts. Durch die Gezeitenströme, welche zwischen den Inseln hindurch müssen, kombiniert mit der plötzlichen Verringerung der Wassertiefe entstehen hier gefährliche Stellen für die Seefahrt.

Je nach Gatt, hat man Wassertiefen von einem bis zu fünf Metern, bei ausreichendem Wasserstand. Allerdings sollte man dies immer mit einer nötigen Portion Skepsis betrachten.

Selbst bei relativ wenig Wind und einer ruhigen See, entstehen aufgrund der o.g. Ausgangssituation in den Gatten recht hohe Wellen. Einige der Durchfahrten sollten daher ab einer Windstärke von 5 Bft gemieden werden. Hier bauen sich schnell Wellenberge von 2-3 Meter auf, ohne dass man im Wattenmeer oder weiter draußen damit gerechnet hätte. Hat man dort nur 3-4 m Wassertiefe und einen Tiefgang von über einem Meter kann es ganz schnell ganz eng werden, d.h. das Boot wird mit einer Grundsee auf den harten Meeresgrund geschlagen.

In solchen Situationen sind bereits viele Boote zu einem Wrack verwandelt worden und selbst Weltumsegler sind an diesen Stellen der deutschen Nordsee gescheitert.

Es ist also ein hohes Maß an Bedachtsamkeit erforderlich, wenn man aus dem geschützten Wattenmeer auf die freie Nordsee hinaus möchte (oder umgekehrt) und dabei vor hat, sich der Gatts zwischen den ostfriesischen Inseln zu bedienen.

Die Einheimischen an der Küste, die ihr Revier wie die eigene Westentasche kennen sprechen auch voll Respekt von diesen Durchfahrten.

17Okt/11Off

Trockenfall im Watt

Die Nordsee mit Ihren Gezeiten ist nicht nur ein sehr anspruchsvolles Gebiet was das Thema Navigation Trockenfall im Wattangeht, sondern bietet dem erfahrenen Skipper auch einmalige Möglichkeiten, eine einsame Auszeit zu genießen.

So kann man sich mit seinem Boot beispielsweise gezielt im Watt trocken fallen lassen. Wer dies macht, sollte allerdings ein paar Feinheiten berücksichtigen. Man sollte sich seinen "Liegeplatz" sorgfältig auswählen, d.h. man muss im Wattenmeer aufpassen, dass man nicht in einer Naturschutzzone landet in der das Betreten verboten ist.

Weiterhin sollten man darauf achten, dass man sein Boot auf einer gleichmäßig ebenen Fläche aufsetzen lässt. Steht man beispielsweise auf der Abbruchkante eines Priels, kann das Trockenfallen sehr schnell zu einem TrockenFALLEN werden und das Boot liegt... Um dies zu verhindern sollte man bei den ersten Grundberührungen mit dem Bootshaken den Untergrund rund um das Boot prüfen. Dann hat man ggf. noch die Chance mit starkem Maschineneinsatz, den Rumpf so zu drehen oder zu verschieben, dass man zu einer guten Liegeposition kommt.

Einmal im Trockenen kann man die Auszeit genießen und sich sein Boot von Außen anschauen (oder auch putzen). Ebenso sind Erkundungsgänge ins Watt möglich.

Besonders spannend ist dann die Zeit, wenn das Wasser wieder zurückflutet. Hat man sich beispielsweise für einen Liegeplatz auf einem Wattenhoch entschieden, kann man sehen, wie schnell die Flut von allen Seiten auf das Boot zukommt und nach kurzer Zeit umschlossen hat. Wer dies einmal erlebt hat, kann nachvollziehen, warum die DGzRS so häufig Urlauber aus dem Watt retten muss.

 

12Okt/11Off

Nordsee – gefaehrlich??

Die Nordsee gilt als eines der anspruchsvollsten Segelreviere auf der Welt. Dies liegt an vielen Faktoren: Die Gezeiten der Nordsee sorgen für starke Strömungen, welche gerade durch die Untiefen einen starken Einfluss haben können. Dann die Untiefen selbst. Betrachtet man die Elbmündung, ist man mit den größten Schiffsfriedhöfen der Welt konfrontiert: Dem Scharhörnriff und dem großen Vogelsand. Hier lohnt es sich auch, mal den verlinkten Wikipedia-Artikel zu lesen. Dazu kommt dann je nach Windrichtung und -stärke noch eine sehr unangenehme hohe Welle dazu. Jeders Jahr kommt es auf der Nordsee zu großen Unfällen. So laufen regelmäßig Segler in den Riffgatts zwischen den Ostfriesischen Inseln auf Grund, alleine weil sie die Grundsee unterschätzen. Je nach Boot, sind die Gatten bereits ab 5 Bft nicht mehr gefahrlos passierbar. Trotzdem ist es ein einmaliges Erlebnis, in diesem Revier mit dem Segelboot unterwegs zu sein. Wer einmal das Erlebnis Nordsee erfahren hat, wird sicherlich nicht mehr ganz davon loskommen. Fairer Weise muss man sagen, dass es auch viele Leute gibt, die sagen „Nie wieder Nordsee“. Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben. Einer der banalsten ist sicherlich die Tatsache, dass man nicht einfach lossegeln kann, wann man will, sondern die Tide berücksichtigen muss. Und nicht jedem liegt es, mal nachts um 2:30 auszulaufen, nur weil dort der beste Wasserstand erwartet wird. Auf der anderen Seite werden Nordsee-Segler in anderen Regionen geachtet (manchmal auch verschriehen, weil sie angeblich zu leichtsinnig sind). So gibt es einige Leute, die am Bodensee bei Sturmwarnung – wenn alles andere in die Häfen flüchtet – erst auslaufen oder auf der Ostsee Abkürzungen über Untiefen nehmen, bei denen nur noch 10 cm Wasser unterm Kiel bleiben. Nordsee-Segler sind halt was Anderes gewohnt.

10Okt/11Off

Nordsee-Segeln ohne Wind

Kaum zu glauben, dass es vorkommen kan, dass es einen Tag auf der Nordsee keinen Wind gibt; aber in im September 2011 war es denn tatsächlich der Fall. Während des Herbsturlaubs sollte ein Tag ein Törn ins Wattenmeer stattfinden. Zwei Miturlauber wollten Segeln ausprobieren. Die Idee war: von Harlesiel rund Wangerooge, aber das sollte dann doch nicht passen.

Der Tag für den Törn war frei wähbar, deswegen sollte das Wetter entscheiden: Die Temperaturen waren dauerhaft über 20°C und es bewegte sich kein Lüftchen. Die Wetter-Prognose war immer ernüchternt: umlaufende Winde der Stärke 1 Bft..

Um wenigsten einen Törn zu erleben entschieden wir uns dann einfach für einen beliebigen Tag und trafen um 08:30 m Bootssteg ein. Das Boot wurde klargemacht und wir liefen aus. Im Fahrwasser aangekommen zogen wir das Großsegel hoch und hofften auf Wind.

Am Ende des Leitdamms vor Harlesiel wurde der Kurs nach Backbord geändert und der Diesel gestoppt. Ruhe kehrte ein. Zu viel Ruhe. Wir lagen da und nur die Gezeitenströmung bewegte uns. Nach 20 Minuten beschlossen wir den Zustand zu ändern und warfen den Diesel wieder an. Kurs Spiekeroog. Kurz vor Spiekeroog folgten wir dem Tonnenstrich in Richtung Sandbank, um Seehunde zu betrachten. Vorbei an der Sandbank ging es dann noch zur Tonne Buhne-H, wo wir wendeten und den Kurs auf Wangerooge änderten.

Wir erreichten Wangerooge bei Hochwasser und machten das Boot kurz fest. Nach dem Anlegen besuchten wir die Toiletten von Wangerooge, warfen einen Blick auf den Sandstrand und gingen zurück an Bord unserer Yacht. „Leinen los“ und Kurs Richtung Harlesiel.

Immer noch war kein bisschen Wind zu spüren. Nach ca. einer Stunde machten wir im Harlesieler Innenhafen fest und fragten uns, ob wir das wirklich erlebt hatten: Einen Tag ohne einen Lufthauch an der Nordsee....

5Jul/11Off

Site ist Online

Hallo liebe Segelfreunde,

hiemit geht die Seite über Segeln auf der Nordsee in Betrieb. Wie Ihr wisst, ist die Nordsee eines der anspruchsvollsten Reviere zum Segeln und von vielen gefürchtet. Das merkt man schon daran, dass es kaum Charterangebote an der Nordsee gibt 🙂

Diese Seite soll einfach ein bisschen über das Revier und Dinge die damit zusammenhänen informieren. Schaut einfach mal ab und zu vorbei und lasst Euch überraschen.

 

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